Gemäß § 43c BRAO kann einem Rechtsanwalt, der besondere Kenntnisse und Erfahrungen in einem Rechtsgebiet erworben hat, die Befugnis verliehen werden, eine Fachanwaltsbezeichnung zu führen.

Über den Antrag auf Verleihung entscheidet der Vorstand der RAK nach Vorprüfung durch einen für das Fachgebiet eingerichteten Fachanwaltsausschuss. Die Voraussetzungen für die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung sind in der Fachanwaltsordnung (FAO) geregelt. Derzeit können Fachanwaltsbezeichnungen in 21 Fachgebieten erworben werden. Jeder Rechtsanwalt darf höchstens drei Fachanwaltsbezeichnungen führen.

Rechtsanwälte, die eine Fachanwaltsbezeichnung führen, müssen sich kalenderjährlich im jeweiligen Fachgebiet mindestens 15 Zeitstunden fortbilden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Merkblatt.

Unser Tipp: Die von der RAK bestellten Vorprüfungsausschüsse haben teilweise Merkblätter zur Antragstellung im jeweiligen Fachgebiet erstellt.

Die von der Satzungsversammlung in ihrer Sitzung am 16.03.2015 beschlossenen Änderungen der Fachanwaltsordnung zur Einführung einer neuen Fachanwaltschaft für das Vergaberecht werden am 01.11.2015 in Kraft treten. Der neue § 14 o FAO enthält den Fächerkanon für die nachzuweisenden besonderen Kenntnisse.


  • Agrarrecht
  • Arbeitsrecht
  • Bank- und Kapitalmarktrecht
  • Bau- und Architektenrecht
  • Erbrecht (s. Merkblatt)
  • Familienrecht (s. Merkblatt)
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Handels- und Gesellschaftsrecht (s. Merkblatt)
  • Informationstechnologierecht
  • Insolvenzrecht (s. Merkblatt)
  • Internationales Wirtschaftsrecht
  • Medizinrecht
  • Miet- und WEG-Recht
  • Migrationsrecht
  • Sozialrecht
  • Steuerrecht
  • Strafrecht (s. Merkblatt)
  • Transport- und Speditionsrecht
  • Urheber- und Medienrecht
  • Vergaberecht (s. Merkblatt)
  • Verkehrsrecht (s. Merkblatt)
  • Versicherungsrecht (s. Merkblatt)
  • Verwaltungsrecht (s. Merkblatt)